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Pothole Rodeo 2017 Eine Abenteuerrallye quer durch den Balkan, ... auf der Suche nach den letzten Schlaglöchern Europas.

8 Tage, 11 Länder, 4000 km mit einem mindestens 20 Jahre alten Auto. Unser Audi A6 Kombi TDI ist Baujahr 1996 hat 181.075km auf dem Tacho. Dank der perfekten Vorbereitung durch meinen Freund und Teamkollegen Reinhard und der Unterstützung unserer Sponsoren, Porsche Austria, Autoteile Mödling, Yokohama und den hilfsbereiten Mannen vom ARBÖ Stützpunkt Traiskirchen konnten wir die vor uns liegenden ca. 4000 km von Graz über Debrecen, Sibiu, Sunny Beach, Ierissos, Dhermi, Pristina, Sarajevo bis nach Split entspannt angehen. Aber das war nicht bei jedem Team so. Bereits beim Vortreffen am Freitag in Gleisdorf bis zum Start am Samstag um 9 Uhr früh im Citypark in Graz gab es einen Ausfall. Die Fahrzeuge sind immerhin alle mindestens 20 Jahre alt und haben meist einige 100.000 km auf dem Buckel. Es sind viele Automarken vertreten, vom alten Renault R12 bis Range Rover. Der Großteil fährt aber deutsche Automarken wie Audi, VW, Mercedes, BMW und auch alte Schweden, wie Volvo sind sehr beliebt. Aber es sind auch Exoten am Start, wie z.B. zwei Pontiac Firebird.
Um die anderen Teams und die vor uns liegenden Länder besser kennen zu lernen und die Pothole Rodeo in den sozialen Medien bekannter zu machen, gab es jeden Tag Aufgaben, die zu erledigen waren. Die erste Etappe ging von Graz nach Debrecen. Über den Grenzübergang Heiligenkreuz, Richtung  Plattensee. Budapest wurde umfahren, in Debrecen wurde vorerst das Hotel angesteuert, um einzuchecken.  Hotel war zwar übertrieben, es war eher eine Pension, aber so wie die Fahrstrecken, waren auch die Unterkünfte frei wählbar. Es gab aber Hotelempfehlungen und Streckenvorschläge. Bereits in Ungarn gab es den ersten Ausfall. Einem VW Polo ist der Zahnriemen gerissen und es gab vorort keine Möglichkeit eine entsprechende Reparatur durchführen zu lassen. Die 2-Mann Besatzung ist in ein anderes Teilnehmerfahrzeug, einem Mercedes Kombi, umgestiegen. Die Highlights für uns waren die vielen Storchennester mit den Jungen, die wir auf den Nebenstraßen gesehen haben. Nach 8 Stunden Fahrzeit und ca. 620 km hat uns Debrecen mit starken Regenfällen empfangen. Duschen und Abendessen, denn dazwischen gab es für uns nur eine kleine Jause.

Am nächsten Morgen war der Start im Einkaufszentrum Tesco. Es ging nach Oradea bereits in Rumänien und in den Nationalpark Apuseni. Die heutige Aufgabe war, mit Einheimischen in Kontakt zu treten. Sensenmähen, Kutsche fahren, Kartoffel ernten und eine Kuh melken, einen trinken gehen, klingt zwar nach keiner großen Herausforderung, ist es aber, am arbeitsfreien Sonntag schon. Das gemeinsame trinken war noch die leichteste Übung, für die anderen wurde ein Bauernhof angesteuert und mühsam erklärt, was man eigentlich will. Doch nach einigen Anfangsschwierigkeiten gelangen die Übungen. Das hat natürlich Zeit gekostet und daher sind wir nach ca. 400km erst um 18:30 in Sibiu angekommen. Diesmal untergebracht im Ibis Hotel nahe dem Zentrum. Bei einem Truckerstop etwa 20 km von Sibiu entfernt, war am nächsten Morgen wie jeden Tag um 7:45 der Treffpunkt zur nächsten Etappe. Immerhin mussten über 100 Autos untergebracht werden. Es erfolgte die Fahrerbesprechung und die Ausgabe der Routenempfehlung und der Tagesaufgabe. Highlight am dritten Tag war eindeutig die schönste Passstraße Rumäniens, die Transfagarasan. In schönen Kehren geht es die Passstraße hoch bis zu einem Tunnel, danach geht es flach wieder ins Tal. Obwohl zügig gefahren wurde machten sich die kurvenreichen Landstraßen zeitlich bemerkbar.
Die Challenge am dritten Tag, Unterschriften von Einheimischen auf dem Auto sammeln. Das bedeutete, öfters stoppen, Leute ansprechen und um Unterschriften fragen. Nach dem Grenzübertritt nach Bulgarien in Russe/Ryce wurde mehrmals gestoppt, um die gestellte Aufgabe zu erfüllen. Da die Unterschriften für den Alltagsgebrauch des Autos  am wenigsten am Dach auffallen, wurde das Autodach des Audi’s vollgeschrieben. In Sunny Beach angekommen wurde im Hotel Babylon eingecheckt. Zum Abendessen gesellte sich eine Runde anderer Potholer zu uns. Den Strand haben wir erst nächsten Tag beim Start gesehen. Der erste Teil der Strecke führte uns über die Autobahn bis in die Nähe von Plovdiv. Danach Landstraßen und über einige Pässe Nähe Bansko ( Welt Cup Skirennen ) zur Grenze nach Griechenland. Wir wählten die Route über Sandanski und in Griechenland über Serres und Stavros. Dort entstand auch die Aufnahme für unser Foto, welches als Tagesaufgabe auf facebook, geliked und geteilt werden sollte.

Artikel Kleine Zeitung 20170802

Wir waren in einem Hotel in Ouranoupolis  am östlichsten Finger von Kalkidike, unweit des Berges Atos untergebracht, welches etwa 15 km entfernt vom  Start zur nächsten Etappe Ierissos war. Beide Orte befinden sich auf dieser Halbinsel. Prächtig blühender Oleander säumte die griechische Küstenstraße. Leider war für uns auch in Griechenland baden nicht möglich, aufgrund des engen Zeitplanes. Albanien wartete schon auf uns und bis dahin war noch ein langer Weg. Unsere neue Tagesaufgabe, das genaue Origami falten, erledigte ich auf der Fahrt am Beifahrersitz. Da wir beide, die Meteora Klöster schon kannten, steuerten wir direkt die Grenze nach Albanien an. Weiter ging es über einen Pass zur Küstenstraße. Die Straße wurde gesäumt von Gedenktafeln von verunglückten Verkehrsteilnehmern, das lässt auf die Fahrweise der Einheimischen rückschließen. In Albanien herrschen andere Regeln, nämlich keine, bzw. sie werden nicht beachtet! Obwohl Reinhard und ich sehr besonnene Autofahrer sind, hatten wir mindestens 10 gefährliche Situationen. Im Stadtverkehr, auf der Landstraße und auf der Autobahn.  Querende Menschen, entgegenkommende einspurige Fahrzeuge auf der Autobahn, riskante Überholmanöver auf der Landstraße, und im Stadtverkehr, ein leichtes Chaos. Bei uns ist alles gut gegangen und wir konnten in Dhermi in unserem Hotel direkt am Strand einchecken und endlich Baden gehen. Am Monkey Beach erholten wir uns kurz vom albanischen Alltagsstress.
Die Automarke Mercedes hat hier einen hohen Stellenwert und fast jedes zweite Auto scheint ein alter oder neuerer Mercedes zu sein. Die schlechten Straßen hatte bei den anderen Teilnehmern der Pothole Rodeo ihre Opfer gefordert. Zum Glück nur materielle Schäden. Von aufgerissenen Ölwannen, bis schlapp machenden Stoßdämpfer und Federn, die mit Tennisbällen wieder provisorisch repariert wurden, steckengebliebene Radlager und gerissenen Bremsleitungen, nur um einiges zu nennen. Und es lagen noch einige Kilometer vor uns. Ein Schlaglochrallye hat es doch in sich. Von Dhermi fuhren wir der Küste entlang bis nach Durres. Die Tagesprüfung war die Gastfreundschaft der Albaner kennen zu lernen. Wir mussten eine Einladung zu einem Essen bekommen. Da die Kommunikation etwas schwierig war, wenn die Landessprache nicht beherrscht wird, versuchten wir mit Englisch in einem kleinen Ort Kontakt zu bekommen. Tatsächlich gelang es uns, eine Lehrerin kennen zu lernen, der wir unser Anliegen schilderten um vorerst zögerlich, aber dann doch  auch von ihrer Familie zum Essen eingeladen zu werden, da gerade ihr Schwager Geburtstag feierte. Danach ging es über die Grenze nach Kosovo. Wir waren erstaunt über die vielen schönen neuen Häuser. Sie haben zwar fast alle gleich ausgesehen, wegen der Bauweise für die Erdbebensicherheit. Außerdem war es auch sehr sauber, was man von den bisher besuchten Ländern nicht immer behaupten konnte.
Und die Währung in Kosovo ist Euro, da Kosovo kein eigenes Währungssystem hat. Pristina hat ca. 300.000 Einwohner und ist eine Universitätsstadt, welches an den vielen jungen Menschen bemerkbar ist. Da es in Großstädten nur wenige große Plätze gibt, waren wir in Pristina und auch in Sarajevo am Stadionparkplatz für die Starts versammelt. Leider konnten nicht alle Potholer in Kosovo einreisen, da biometrische Daten im Reisepass notwendig waren. Genauso wenig war eine direkte Einreise nach Serbien möglich, da Kosovo von Serbien nicht anerkannt wird. Daher mussten wir über Montenegro fahren. Auf dieser Strecke war die Aufgabe, Fahrerwechsel, durchzuführen. Reinhard und ich wechselten mit einem anderen Audi A6, einem Golf GTI, einem Volvo 440, und einem Opel Vectra. Die Gespräche mit den anderen Teilnehmern waren sehr interessant, aber es wurde danach auch wieder der eigene Teamkollege geschätzt.

Die landschaftliche Schönheit von Montenegro ist beeindruckend. Täler und Flüsse wechseln sich ab. Die Einreise in Bosnien Herzegowina gestaltete sich ebenfalls für einige Potholer als Hürde. Als wir in Sarajevo ankommen sind, war es schon 20 Uhr. Nach dem einchecken im Franz Ferdinand Hotel ging es in die Fußgängerzone. Es fand gerade ein Musikfestival statt und viele Menschen waren unterwegs, wobei uns die vielen hübschen jungen Frauen auffielen. Die letzte Etappe führte über Mostar nach Kroatien zum Ziel nach Split. Mostar wurde durch die wieder aufgebaute Stein-Brücke bekannt und ist Weltkulturerbe. Für das letzte Stück in Kroatien wurde die Autobahn genommen. Im Zielgelände am Strand von Split wurden die Pothole Rodeo Teilnehmer schon sehnsüchtig erwartet. Jeder der durchgekommen und angekommen ist, ist auch ein Sieger. Aber natürlich gab es auch 3 Erstplatzierte, die die gestellten Aufgaben am besten erledigt hatten. Das Team „Thunder von down under“ siegte ex aequo mit dem „Xtreme VW Team“, die „Grazy Monkeys“ belegten den 2.Platz. Wir, das „Audi Classic Team“ konnten den dahinter liegenden  4. Platz erreichen, was uns selbst überraschte und unheimlich freute. (Die erste Wertung ergab noch den 6. Platz, wobei hier noch ein Auszählungsfehler bestand).
Resümee: Die Autowahl war ideal, der Audi A6 TDI Kombi hat sich als zuverlässiges Auto bewährt, der Durchschnittsverbrauch lag trotz Klimaanlage  und Dachbox und Reservereifen am Dach bei 8l/100km Diesel. Der Ölverbrauch lag ca. bei 0,25 Liter auf 1000km. Die gesamte Distanz inklusive Anreise von Wien und Rückreise von Split nach Wien betrug 5.500km. Die Routine und Erfahrenheit des gestandenen Weltenbummler und Rennfahrers Reinhard und die Neugier und die leichte Naivität des Wüstenfuchses Herbert ergaben eine gute Teamkonstellation. Die gemeinsame Erfahrung der beiden Teammitglieder hat schließlich den tollen Erfolg und den erreichten 4. Platz unter 98 gewerteten Teams erst ermöglicht. Die Mischung zwischen bewerten Landkarten und Navi führt wie immer zum Tagesziel und ordentliche Vorbereitung ist der beste Weg zum Erfolg.           Juli 2017 Herbert Stampfer

http://www.stampfer.homepage.eu/   http://www.pothole-rodeo.com/home.html

Pothole Rodeo 2017 Teil 3

Mir einem Porsche rund um das Mittelmeer. Das war eigentlich der ursprüngliche Plan von Reinhard Decker. Herbert Stampfer hatte einen anderen Plan. Von Österreich nach Istanbul, die alte Gastarbeiterroute. Wie wir wissen, sind beiden Pläne derzeit in der Realität schwer umsetzbar. Sowohl aus politischen Gründen, als auch aufgrund der Flüchtlingsproblematik. Trotzdem haben beide ihre Pläne weiterverfolgt und etwas adaptiert und sind in der Realisierungsphase. Aus dem Porsche wurde ein mehr als 20 Jahre alter Audi A6 Kombi, immerhin mit ein KFZ Kennzeichen „MD 911 JK“ und aus dem Mittelmeer wurde das schwarze Meer. Es findet zwar keine Umrundung statt, aber der östlichste Punkt ist das schwarze Meer. Das Ziel ist Split in Kroatien am Mittelmeer. Aus der ursprünglichen Privatfahrt wurde eine Teilnahme an der Pothole Rodeo 2017. Die Pothole Rodeo ist ein Abenteuer Roadtrip, auch bekannt als Balkan Rallye, Banger Rallye, Schrottautoralley, Billigautorallye, Fun Rallye, 500 Euro Rallye oder Gumball 3000 für „Normalbürger“.

In einer Woche geht es 4000 km durch 11 Länder mit einem mindestens 20 Jahre alten Auto. Der Start findet in Graz am 8.7.2017 statt und Ziel ist am 15.7.2017 in Split. Die Übernachtungen erfolgen in Debrecen/Ungarn, Sibiu/Rumänien, Sunny Beach/Bulgarien, Ierissos/Griechenland, Dhermi/Albanien, Prishtine/Kosovo, Sarajevo/Serbien und Split/Kroatien.  Wenn man sich die Nächtigungsorte durchliest, dann ist man erleichtert, dass man nicht wirklich mit einem Gumball 3000 Auto oder einem Porsche unterwegs ist, sondern nur mit einem „500 €uro Auto“. Die Herausforderung ist ja auch nicht, möglichst schnell von A nach B zu kommen, sondern anzukommen. Nicht jede Straße ist asphaltiert und wie der Name der Rallye schon sagt „Pothole“ ist durchaus auch mit Schlaglöchern zu rechnen. Bodenfreiheit ist gefragt, ein Geländeauto oder Allradantrieb muss es nicht unbedingt sein. Aber tiefergelegte „Asphaltkratzer“ sind hier fehl am Platz.  Warum 500€ Rallye: Es kostest fast alles 500€, nicht insgesamt sondern aufgelistet. 500€ Nenngeld, max. 500€ Anschaffungskosten des mindestens 20 Jahre alten Autos, ca. 500€ Spritkosten inklusive Anreise nach Graz und Rückreise von Split, ca. 500€ Übernachtungskosten wenn mittelklassige Hotels in Anspruch genommen werden. Ob allerdings 500€ reichen, das „500€ Auto“ langstreckentauglich, verkehrssicher und pickerlfähig zu machen, obliegt jedem selbst. Handwerkliche Fähigkeiten mit kraftfahrzeugtechnischen Kenntnissen können sicher nicht schaden, sowohl in der Vorbereitungsphase als auch bei der Rallye selbst. Improvisieren sollte man auch gut können.
Ca. 100 Teilnehmerfahrzeuge werden an den Start gehen, stark vertreten sind die Marken Mercedes mit dem 124 Modellreihe, aber auch vom VW Konzern sind mit Audi und VW einige Fahrzeuge am Start. Sollten auf der Fahrt Ersatzteile benötigt werden, die nicht mitgeführt werden, ist ein Volumenmodell von Vorteil, welches eventuell auch im Balkan  verbreitet ist. Bei exotischen Modellen könnte eine Ersatzteilbesorgung schwierig werden. Inklusive dem Organisationsteam werden ca. 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei sein. Das Teilnehmerfeld ist bunt gemischt von jung bis alt, Österreicher, Deutsche und Schweizer, Männer und Frauen. Wobei die Männer natürlich in der Überzahl sind.  Pro Auto sind mindestens 2 Personen am Start, es können aber auch mehr sein. Kombis sind sicher von Vorteil, Kleinwagen eher von Nachteil. 90 PS sollten es schon sein, um auch vorwärts zu kommen. Unser Audi A6 2,5 TDI hat 140 PS an Bord, das sollte reichen, um ein zügiges vorankommen zu garantieren. Wie es uns ergangen ist, werdet ihr nach dem 15.7.2017 erfahren. Link: http://www.pothole-rodeo.com/home.html Februar 2017

 
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Audi A6 Kombi 2,5 TDI 140PS Bj: 96

Pothole Rodeo 8-15.7. 2017, Das 500€ Auto für die 500€ Rallye, Teil 2

Nachdem ich den Mitsubishi bei 2 Mitsubishi Werkstätten kurz durchchecken lies, bekam ich die Auskunft, dass wahrscheinlich eine Einspritzdüse nicht richtig arbeitet, das sagt zumindest der Fehlerspeicher. Der Mechaniker „meines Vertrauens“ ist normalerweise mit hochpreisigen Oldtimer beschäftigt, aber aufgrund einer freundschaftliche Verbindung, hat er sich meinen 500€ Youngtimer (19 Jahre)  ansehen, ohne Auslesegerät. Er kam auf ein anderes Ergebnis. Die systematische Fehlersuche ergab, dass der Temperaturfühler einen schlechten Kontakt oder gar keinen hatte und somit der Motor in den Notlauf schaltete und somit zu fett einspritze. Die Wahrscheinlichkeit, dass durch den Auffahrunfall der Temperaturfühler Probleme machte, scheint nachvollziehbar zu sein. Lt. Mitsubishi Werkstätten hätte es angefangen von den Einspritzdüsen bis zur Verkokung, dass bei Benzin Direkteinspritzmotoren auftritt, alles sein können, und das wäre ins Geld gegangen. Bei der letzten Ausfahrt nach Hollabrunn waren zumindest die Verbrauchswerte wieder normal und beliefen sich bei ca. 8l/auf 100km. Davor haben sich diese bei 11,5l/ auf 100km bewegt. Somit sollten jetzt auch die Abgaswerte wieder passen, das ja der Hinderungsgrund war, warum eine positive Pickerlüberprüfung bis jetzt nicht möglich war. Rost und Verschließ ist beim Carisma  keine Thema. Da ich keine 2 Autos für die Rallye benötige und mein Beifahrer inzwischen auch ein Teilnehmerauto einen Audi A6 Kombi TDI erworben hat, wäre es an der Zeit, zumindest ein Auto von mir wieder los zu werden. Gesagt getan, wenn das so einfach wäre. Da der Astra ja noch nicht auf mich angemeldet ist, habe ich versucht, den Astra zu verkaufen. Gültiges Pickerl bis 4/2017 + 4 Monate, da sollte ein Verkauf keine Problem sein. So in der Theorie und wie sieht die Praxis aus? Der erste Interessent kommt aufgrund meines Inserates und besichtigte des Astra. Das der Astra optisch keine Perle ist, habe ich im Inserat nicht verschwiegen, auch die 19 Jahre haben einige Spuren hinterlassen, aber technisch ist er ok und er fährt sich auch brav. Mit 75 PS ist er natürlich kein „Rennwagen“. Die seitlichen Kratzspuren haben dem ersten Interessenten nicht gepasst. Weiters waren die fehlenden Winterreifen ein Problem. Also wurde draus nichts. Im „Willhaben“ Winterreifen gesucht und gefunden, unter günstig und zum Glück sehr in meiner Nähe. Also nochmals investieren, bevor der Nächste kommt. Wenn er kommen würde! Die Leute rufen an, sagen sie kommen, und kommen dann nicht. Ich bin öfters früher nach Hause gegangen, um mich mit Interessenten zu treffen und habe ich gewartet und gewartet, zum vereinbarten Zeitpunkt und umsonst. Endlich nach einigen Tagen meldete sich wieder ein Interessent. Er hat sich dann am Abend mit seinem Freund, für den das Auto bestimmt iwar, angesehen. Die Probefahrt gestaltete sich als eher undurchsichtig. Die Windschutzscheibe war durch das lange Stehen innen angelaufen und lichtete sich erst nach einigen Kilometern. Leider wieder nichts. Ich habe das Auto auch einem Freund angeboten, der ebenfalls ein billiges und verlässliches Auto sucht. Schließlich am Sonntagabend sind die nächsten Interessenten gekommen. Das junge Paar suchte ein Baustellenfahrzeug mit großem Platzbedarf, Anhängekupplung und guten Transportmöglichkeit. Die Probefahrt gestaltete sich als zufriedenstellend. Nach kurzer Verhandlung sagten sie zu. Das Auto wurde mit einem Anhänger abgeholt. Ich hatte ein Auto weniger. Jetzt konnte ich mich wieder auf den Carisma konzentrieren. Die Pickerlüberprüfung im Jänner 2017 klappte, die Abgaswerte passten wieder und der Mitsubishi hat wieder ein gültiges Pickerl bis 11/2017 und 4 Monate.  Jänner 2017
                                      
Opel Astra 1,6l 75 PS, Kombi Bj: 1997                                    Mitsubishi Carisma 1,8 GDI 125 PS, Bj: 1997

Pothole Rodeo 8-15.7. 2017, Das 500€ Auto für die 500€ Rallye Teil  1

Liebe Autofreunde, ich war auf der Suche nach einem Auto und es sollte nicht 500.000.- nicht 50.000.- und auch nicht 5000.- sondern nur 500€ kosten in der Anschaffung. Und zusätzlich muss es im Jahre 1997 zugelassen sein, oder davor, also im Jahr 2017 mindestens 20 Jahre alt sein. Und natürlich sollte es ein gültiges Pickerl haben, bzw. noch eines bekommen. Neue und neuwertige Fahrzeuge sind für Pauschaltouristen und Lignano Urlauber, aber nichts für uns! Mit einer alten Kiste quer durch den Balkan ­ this is how we do it! Die Suche im Internet gestaltete sich als herausfordernd. Gibt es diese Autos überhaupt? Und warum nur 500€? Die „Schlaglochrallye“  http://www.pothole-rodeo.com/home.html geht von Graz, über Ungarn, Rumänien, Bulgarien an das schwarze Meer und dann zurück über Griechenland, Albanien, Kosovo, Serbien, Bosnien, nach Split in Kroatien.
Hier ist die Gefahr, dass etwas mit einem 20 Jahre alten Auto und einem Anschaffungspreis von ca. 500€ passiert, geringer, als mit einem neueren und teuren Auto. Und sollte das Auto einen Schaden nehmen und irreparabel sein, einfach Nummertafel herunter und umsteigen auf ein anderes Auto, welches Platz habt. Also Fahren fast ohne Sorgen.
Das ideale Auto wäre ein VW Passat Variant Allrad/Syncro gewesen, oder ein VW Golf Kombi syncro TDI mit 90PS. Leider sind die meisten dieser Autos in einen sehr schlechten Zustand und wenn sie gut gewartet und optisch gut sind, nicht um diesen Preis zu haben. Wobei z.B. eine schlechte Optik ja von Vorteil wäre, nur die Technik muss stimmen und das Pickerl sollte gültig bzw. möglich sein. Abgeblätterter Lack, sich lösender Klarlack, ev. ein Hagelschaden, oder ein Rattendesign wäre ein Vorteil, wobei hier zu unterscheiden ist, denn richtige „Ratten“ kosten ja wieder richtig viel Geld.
Was ist eine „Ratte“? Bei dieser neuen Art von "Car-Kult", wird gänzlich auf Hochglanz-Karossen und Makellosigkeit verzichtet. Der Effekt bleibt hier trotzdem nicht unbeachtet. Sind die "Auto-Ratten" doch einem ganz natürlichem Alterungsprozess durchlaufen und sehen teilweise aus, wie soeben von einem Schrottplatz oder dem nächsten Seeufer "erlöst". Kratzer, großflächiger Rost, Moosbewachsung, statt glänzenden Chrom und Beulen, sollen hier einfach nur den einzigartigen automobilen Charakter darstellen. Technisch gesehen, sind diese Fahrzeuge allerdings meist, in einwandfreiem Zustand. Interessant sind diese Fahrzeuge (Modelpalette egal - meist jedoch Young-/oder Oldtimer) allemal und eine kleine Fan-Scene, haben diese Auto-Ratten, jedenfalls bereits schon gefunden.
Meine langwierige Suche brachte mich schließlich auf einen Opel Astra 1,6l Limousine mit leichten Fronschaden um 300€. Leider war das Auto schon verkauft. Auch der zweite Opel Asta 1,6l Kombi um 600€ war schon verkauft, obwohl die beiden Autos sich noch immer im Internet tummelten. Ich konzentrierte meine Suche hauptsächlich auf das nähere Umfeld in Wien. Schließlich fand ich einen Opel Astra Kombi 1,6l mit 75 PS. Angeschrieben war das Auto mit 900€, noch angemeldet, aber Pickerl abgelaufen mit 04/2016+4 Monate und zu besichtigen im 23. Bezirk, also  bei mir um die Ecke. Gleich bin ich mit dem Fahrrad zur Besichtigung gefahren. Annette meine Frau ist auch dabei gewesen. Das sich der Verkäufer etwas verspätete, habe ich mir das Auto von außen ausgesehen. Einige Gebrauchsspuren und leichter Rost, aber sonst eigentlich in Ordnung. Nachdem der Verkäufer gekommen ist, habe ich eine Probefahrt im Hof gemacht. Beim Bremskraftverstärker war ein leichtes Pfeifen zu hören. Die Preisverhandlung gestaltete sich sehr einfach, nachdem ich sagte, ich sehe das Auto mit dem abgelaufenen Pickerl und dem Pfeifen bei der Bremse bei 500€, sagte der Verkäufer, ok. Ich kaufte das Auto. Am nächsten Tag stellte ich es zu einer Werkstätte und wollte das Pickerl machen lassen, als ich in der Werkstatt angerufen habe, bekam ich eine ernüchternde Antwort. Wahrscheinlich ist der Bremskraftverstärker kaputt und so bekomme ich kein Pickerl. Ohne Pickerl keine Anmeldung. Da ich vom Verkäufer auch alle Rechnungen und Pickerlberichte bekommen habe, war meine Idee, zum Mechaniker des Vertrauens zu fahren, der das Auto kennt, um hier das ersehnte Pickerl mit geringen Kostenaufwand zu bekommen.
Sogleich machte ich mich aber auf die Suche nach einem neuen „Prunkstück“. Leicht angefressen auf mich und die Welt, dass gerade mir sowas passiert, wie mit dem Bremskraftverstärker, fand ich einen Mitsubishi Carisma 1,8 GDI wieder im 23. Bezirk. Leichter Frontschaden, kein Flüssigkeitsverlust, beide Scheinwerfer kaputt, aber fahrbar, und nur 85.000km auf dem Tacho, und was wichtig war, ein gültiges Pickerl.  Das Auto war bereits abgemeldet und musste aus der Tiefgarage. Nachdem ich die Motorhaube geöffnet habe, sah ich keinen Grund dieses Auto nicht zu kaufen, da eigentlich nur die zwei Frontscheinwerfer zum Tauschen waren. Alles andere sollte so zum Richten sein. Also kaufte ich auch dieses Auto, diesmal in Abwesenheit meiner Frau. Nachdem ich das Auto geholt hatte und auf unseren Hausabstellplatz parkte, wusste ich natürlich, jetzt kommt die große „Predigt“. Zuerst sagte ich, ich kaufe mir erst im Frühjahr 2017 ein 500€ Auto, um das Abstellproblem über den Winter nicht zu haben und jetzt habe ich gleich zwei Autos vor dem Winter gekauft. Das Bremskraftverstärkerproblem wurde inzwischen gelöst und der Opel Astra Kombi hat ein gültiges Pickerl, aber dafür macht der Mitsubishi etwas Probleme, derzeit scheint es, dass er nur auf 3 Zylinder läuft, doch der Mechaniker meines Vertrauens wird sich das ansehen.     
Oktober 2016